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Tennis - Pause wegen des Wahlkampfes -

Tenniskämpfer
Tenniskämpfer im Einsatz

Zur Zeit lasse ich mein Tennisdoppel im Stich. Wir spielen seit dreißig Jahren jeden Mittwoch von 13 bis 15 Uhr je nach Wetter auf Sand oder in der Halle, aber ich fürchte falsche Bewegungen. Auch die geschätzten Schleiferlturniere habe ich abgesagt. Es wäre zu ärgerlich, wenn der Landtagskandidat mit Zerrung oder gar Muskelriss mühsam unterwegs wäre.

Früher hatte ich solche Skrupel nicht. Da bin ich bis zur Erschöpfung für den TC Eichenau gelaufen, manchmal sogar bei Medienspielen. Wenn die Chancen für die Mannschaft nahe Null waren, haben sie mich aufgestellt.
Eine Heldentat will ich aber nicht verschweigen, zumal sie sogar im Wall Street Journal gerühmt wurde. Im Rahmen eines Gästeturniers bei Iphitos München ist es mir gelungen, den späteren Bundeskanzler Gerhard Schröder in einem dramatischen Match zu besiegen.
Der Ehre halber muss ich aber hervorheben, dass der Sieg im Wesentlichen das Verdienst meines Doppelpartners Heinrich von Pierer war, der damalige Vorstandsvorsitzende von Siemens. An der Seite von Gerhard Schröder kämpfte Freiherr von Waldenfels, bayerischer Finanzminister und Präsident des Deutschen Tennisbundes.

Wegen meines im Stich gelassenen Veteranendoppels muss sich niemand Sorgen machen. Wir verfügen seit Jahren über eine lange Liste von Freunden, die gerne einspringen.